Wie lange in die Sauna? So lange dauert ein Saunagang
Ein Saunagang dauert laut Deutschem Sauna-Bund acht bis 15 Minuten. Drei Gänge hintereinander reichen aus, weitere bringen nichts dazu. Mit Abkühlen und Ruhepausen dauert ein vollständiges Saunabad etwa zwei Stunden. Entscheidend ist aber dein Gefühl: Wenn es dir vorher zu viel wird, gehst du hinaus.
Ein Saunagang in Minuten
| Phase | Dauer | Hinweis |
|---|---|---|
| Duschen und abtrocknen | ein paar Minuten | trockene Haut schwitzt schneller |
| Schwitzen in der Kabine | 8 bis 15 Minuten | die letzten zwei Minuten aufrecht sitzen |
| Abkühlen an der Luft | ein paar Minuten | erst frische Luft, dann kaltes Wasser |
| Kaltes Wasser | kurz | Schlauch oder Schwallbrause, danach Tauchbecken |
| Warmes Fußbad | ein paar Minuten | etwa 40 °C, höchstens knöchelhoch |
| Ruhen | oft 20 bis 30 Minuten | liegen und etwas trinken |
Kurz und heiß statt lang und lau
Der Sauna-Bund rät zu einem kurzen Aufenthalt bei kräftiger Hitze. Deshalb schwitzt du lieber auf der mittleren oder oberen Bank, am besten liegend, statt lange unten zu sitzen. Wer regelmäßig in die Sauna geht, bleibt manchmal etwas länger, Einsteiger gehen oft schon früher hinaus. Beides ist in Ordnung, denn das Saunabad ist ausdrücklich kein exakt geregeltes Bad.
In den letzten zwei Minuten setzt du dich auf. So gewöhnt sich der Kreislauf an die aufrechte Haltung, bevor du aufstehst, empfiehlt der Sauna-Bund. Steh dann langsam auf und geh ruhig hinaus.
Die Zeit im Blick behalten
Uhren und Handys haben in der Kabine nichts zu suchen, Metall wird in der Hitze sehr heiß. Viele Saunen haben deshalb eine Sanduhr an der Wand. Für die eigene Sauna gibt es Sanduhren mit Holzrahmen, etwa unsere Sauna-Sanduhr mit 15 Minuten Laufzeit. Du drehst sie beim Betreten um und siehst an den Markierungen, ob fünf, zehn oder 15 Minuten vergangen sind.
Die Sanduhr ist dabei kein Pflichtprogramm. Sie hilft dir nur, ein Gefühl für die Zeit zu bekommen. Wenn du nach acht Minuten genug hast, war das ein guter Saunagang.
Abkühlen und Ruhen gehören dazu
Nach dem Schwitzen gehst du nicht sofort unter die kalte Dusche. Der Sauna-Bund empfiehlt, erst an der frischen Luft abzukühlen und danach mit kaltem Wasser, mit dem Schlauch oder unter der Schwallbrause. Wenn du ins Tauchbecken willst, spülst du vorher den Schweiß ab. Danach wärmt ein Fußbad mit etwa 40 °C warmem Wasser die Füße wieder auf.
Dann folgt die Ruhepause. Leg dich hin, trink etwas Wasser und lass dir Zeit, bis du dich für den nächsten Gang bereit fühlst. Häufig werden 20 bis 30 Minuten genannt. Auf dem Weg dorthin trägst du einen Bademantel oder einen Saunakilt, damit du nicht auskühlst.
Wie viele Saunagänge?
Drei Gänge sind die Regel. Weitere Saunagänge führen laut Sauna-Bund nicht mehr zu einer Steigerung. Jeder Gang läuft wie der erste ab: schwitzen, abkühlen, ruhen. Wenn du nach zwei Gängen genug hast, hörst du auf. Auch das ist ein vollständiger Saunabesuch.
Für Einsteiger
Beim ersten Besuch musst du keine 15 Minuten schaffen. Setz dich auf eine untere Bank, wo es milder ist, und geh hinaus, sobald es dir genug ist. Auch ein Gang von wenigen Minuten ist ein Anfang. Neulinge verlassen die Kabine oft früher, das sieht auch der Sauna-Bund so. Mit der Zeit merkst du, wie lange dir guttut, und kannst dich langsam steigern. Zwei Gänge reichen beim ersten Mal völlig, mehr als drei sollten es auch später nicht sein.
Was du zwischen den Gängen trinkst
Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit. Trink deshalb in den Ruhepausen oder nach dem Saunabesuch ausreichend. Wasser oder ungesüßter Tee eignen sich gut. Alkohol lässt du in der Sauna besser weg. Gegessen wird am besten vorher oder danach, aber nicht unmittelbar vor dem ersten Gang: Weder hungrig noch mit vollem Magen, rät der Sauna-Bund.
In der eigenen Sauna
Zu Hause gelten dieselben Zeiten. Achte darauf, dass die Kabine vor dem ersten Gang richtig aufgeheizt ist. Ein Sauna-Thermometer mit Hygrometer zeigt dir, wann die gewünschte Temperatur erreicht ist. Wie heiß es in den verschiedenen Saunaarten üblicherweise ist, steht im Ratgeber Sauna-Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Wenn es dir nicht gut geht
Schwindel, Herzklopfen oder Unwohlsein sind ein Zeichen, die Kabine sofort zu verlassen. Wer Herz- oder Kreislaufprobleme hat, spricht vor dem ersten Saunabesuch mit dem Arzt. Nach der Sauna verzichtest du auf Sport, so empfiehlt es der Sauna-Bund. Welche Regeln in öffentlichen Saunen gelten, liest du unter Sauna-Regeln und Sauna-Knigge.


